
Stand: September 2026
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen der VerifiedReviews GmbH, Musterstraße 1, 10115 Berlin („Anbieterin“) und einem Unternehmer im Sinne von § 14 BGB („Kunde“) über die Nutzung der Plattform VerifiedReviews. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.
„Rezensent“ ist eine natürliche Person, die eine Bewertung abgibt. „Bewertung“ umfasst Sternezahl, Freitext und Fragebogenantworten. „Mediation“ bezeichnet das in § 7 geregelte Verfahren zur Klärung einer Bewertung.
Die Anbieterin stellt eine Software-as-a-Service-Plattform zur Erhebung, Verifizierung, Veröffentlichung und Auswertung von Kundenbewertungen bereit. Leistungsumfang und Kontingente ergeben sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Tarifbeschreibung auf der Website.
Ein Anspruch auf Veröffentlichung einer bestimmten Bewertung besteht nicht. Die Anbieterin macht sich Bewertungsinhalte nicht zu eigen.
Der Vertrag kommt durch Abschluss der Registrierung und Bestätigung der AGB zustande. Die Testphase beträgt 14 Tage und endet automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Während der Testphase fallen keine Entgelte an.
Es gilt der im Tarif ausgewiesene Pauschalpreis. Eine umsatzabhängige Beteiligung wird nicht erhoben. Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe. Upgrades werden sofort wirksam und anteilig berechnet; Downgrades werden zum Ende der laufenden Periode wirksam.
Schlägt ein Zahlungseinzug fehl, erhält der Kunde eine Benachrichtigung und eine Nachfrist von 14 Tagen. Nach Ablauf der Nachfrist ist die Anbieterin berechtigt, das Konto auf den kostenlosen Tarif herabzustufen. Bereits veröffentlichte Bewertungen bleiben dabei öffentlich sichtbar; der Versand neuer Einladungen wird eingestellt.
Der Kunde verpflichtet sich,
Verstößt der Kunde gegen diese Pflichten, ist die Anbieterin berechtigt, die betroffene Bewertung als „nicht verifiziert“ zu kennzeichnen, die Verifizierungskennzeichnung zu entfernen oder das Konto nach Abmahnung zu sperren.
Die Anbieterin kennzeichnet Bewertungen als verifiziert, wenn die Echtheit über eine der vier vorgesehenen Methoden nachgewiesen wurde: Abgleich mit einer übermittelten Transaktion, Nutzung eines signierten Einladungslinks, geprüfter Beleg-Upload oder eine gleichwertige Prüfung.
Bewertungen ohne Nachweis werden zwingend als „nicht verifiziert“ gekennzeichnet. Der Kunde kann diese Kennzeichnung nicht entfernen oder umgehen. Diese Regelung dient der Erfüllung von § 5b UWG und der Omnibus-Richtlinie.
Die Anbieterin prüft Bewertungen stichprobenartig und bei Auffälligkeiten. Eine Verpflichtung zur vollständigen Vorabkontrolle besteht nicht.
Erreicht eine Bewertung den im Tarif konfigurierten Schwellenwert oder startet der Kunde ein Verfahren manuell, wird die Bewertung vorübergehend nicht öffentlich angezeigt und ein Mediationsverfahren eröffnet.
Der Kunde hat Gelegenheit, innerhalb der tarifabhängigen Frist – im Standard 48 Stunden – eine Stellungnahme abzugeben. Der Rezensent entscheidet anschließend innerhalb von 72 Stunden, ob die Bewertung unverändert veröffentlicht, aktualisiert veröffentlicht oder zurückgezogen wird.
Trifft innerhalb der harten Frist – im Standard 120 Stunden nach Eröffnung – keine Entscheidung ein, wird die Bewertung unverändert veröffentlicht. Die Änderung einer Bewertung durch den Rezensenten wird mit dem ursprünglichen Text und einem Zeitstempel dokumentiert und öffentlich gekennzeichnet.
Der Kunde hat keinen Anspruch darauf, dass eine Bewertung gelöscht wird. Die Entscheidung liegt ausschließlich beim Rezensenten. Die Anbieterin entfernt Bewertungen nur bei offensichtlicher Rechtswidrigkeit oder auf behördliche beziehungsweise gerichtliche Anordnung.
Die vom Kunden übermittelten und die im Rahmen der Nutzung erzeugten Daten gehören dem Kunden. Die Anbieterin verarbeitet sie ausschließlich zur Vertragserfüllung und im Auftrag des Kunden.
Der Kunde kann jederzeit einen vollständigen Export als JSON sowie einen CSV-Export aller Bewertungen anfordern. Der Export ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen. Nach Vertragsende stellt die Anbieterin die Daten für 30 Tage zum Abruf bereit und löscht sie anschließend, soweit keine Aufbewahrungspflicht besteht.
Der Rezensent räumt der Anbieterin mit dem Absenden das einfache, übertragbare Recht ein, die Bewertung auf der Plattform und in Widgets anzuzeigen. Der Kunde erhält das einfache, nicht übertragbare Recht, die ihm zugeordneten Bewertungen über die bereitgestellten Widgets auf eigenen Präsenzen darzustellen.
Eine Verwendung von Bewertungen außerhalb der bereitgestellten Widgets, insbesondere das Kopieren in eigene Systeme unter Umgehung der Verifizierungskennzeichnung, ist nicht gestattet.
Die Anbieterin strebt eine Verfügbarkeit von 99,9 % im Monatsmittel an. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der Hauptnutzungszeit durchgeführt und angekündigt.
Für die Tarife Free bis Business besteht keine Verpflichtung zur Wiederherstellung innerhalb einer bestimmten Zeit. Ab dem Pro-Tarif gelten die in der Tarifbeschreibung ausgewiesenen Reaktionszeiten.
Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für das Fehlen einer garantierten Beschaffenheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, und dann begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens jedoch auf das Zwölffache des monatlichen Tarifentgelts.
Für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von Kunden übermittelten Transaktionsdaten und der von Rezensenten eingestellten Inhalte haftet die Anbieterin nicht.
Kostenpflichtige Tarife laufen auf unbestimmte Zeit und können mit einer Frist von 30 Tagen zum Periodenende gekündigt werden. Der kostenlose Tarif kann jederzeit ohne Frist beendet werden.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für die Anbieterin insbesondere bei einem Verstoß gegen § 5 vor. Kündigungen bedürfen der Textform.
Beide Parteien behandeln die ihnen bekannt gewordenen Informationen der anderen Partei vertraulich, soweit sie nicht öffentlich bekannt sind oder einer gesetzlichen Offenbarungspflicht unterliegen. Die Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus für drei Jahre fort.
Die Anbieterin kann diese Bedingungen ändern, soweit dies wegen einer Änderung der Rechtslage, der Leistungsbeschreibung oder aus technischen Gründen erforderlich ist. Über Änderungen informiert die Anbieterin mindestens sechs Wochen vorher in Textform. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für Kaufleute ist Berlin.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.